Podiumsdiskussion "Einfach nur Wohnen"
18. März 2026

Foto zillerplus
EINFACH NUR WOHNEN - STANDARDS + BAUKULTUR
Wir beobachten derzeit einen Perspektivwechsel beim Entwerfen, Planen und Bauen von Wohngebäuden. Die erneute Auseinandersetzung mit konstruktiver Logik, das bewusste Hinterfragen etablierter Standards und die Suche nach einfacheren Wegen zur Schaffung von Baurecht eröffnen neue Spielräume – und führen zu veränderten architektonischen Erscheinungsformen. Bereits vor rund hundert Jahren sind aus einer vergleichbaren Situation heraus Gebäude entstanden, die wir heute der „Neuen Sachlichkeit“ zuordnen. Aus ökonomischer, technischer und gesellschaftlicher Notwendigkeit entwickelte sich damals eine neue architektonische Haltung. Was lässt sich daraus für heute lernen? Wie können aus dem bewussten Streben nach Einfachheit – aus dem „Hang und Zwang zum Einfachen“ (Rudolf Schilling) - qualitätvoller Wohnungsbau und gute Städte entstehen, die das Grundbedürfnis Wohnen ernst nehmen und für kommende Generationen Wert und Bedeutung behalten? Ansätze für diesen Perspektivwechsel hin zu einfacheren Strukturen, Konstruktionen und technischen Lösungen gibt es bereits, etwa in den Initiativen „BDA-Standards“, „einfach Bauen“, „Gebäudetyp E“ oder dem „Hamburg Standard“.
Ab dem 18.03.2026 wollen wir gemeinsam diskutieren, wie dieser Wandel gelingen kann – und welche Rolle dabei Vertrauen und Verantwortung spielen. Im Austausch zwischen Planenden, Politik, Verwaltung, Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften, mutigen Investoren sowie ausführenden Unternehmen geht es darum, neue Formen der Zusammenarbeit zu entwickeln, die weniger auf Kontrolle und mehr auf gemeinsames Verständnis setzen.
Der erste Abend widmet sich dem bereits Gedachten und Gebauten. Er soll einen Ausblick darauf geben, wie durch gegenseitiges Vertrauen und verantwortungsvolles Handeln mit weniger und einfacheren Regeln besser gebaut werden kann.
WANN 18.03.2026 18:00 Uhr
WO Aula der Hochschule München, Karlstraße 6, 80333 München
WAS
Begrüßung Prof. Johannes Kappler Dekan Hochschule München, Fakultät für Architektur
Schirmherrin und Begrüßung Thomas Rehn Stadtplaner BDA, Stadtdirektor; Leiter der Lokalbaukommission in Vertretung, für Prof. Dr. (Univ. Florenz) Elisabeth Merk
Input: Der Hamburg Standard, Karin Loosen, Präsidentin der Hamburgischen Architektenkammer
Pilotprojekt: „das Große Kleine Haus“ Rainer Hofmann BDA, bogevischs Büro
Input: „Gebäudetyp E“ Aktueller Stand, Rainer Post BDA, Vorstand Bayerische Architektenkammer
Podiumsdiskussion „Standards und Baukultur“
Moderation: Prof. Karin Schmidt und Michael Ziller
Eine Veranstaltung des BDA München – Oberbayern in Kooperation mit der Hochschule München, der Landeshauptstadt München und der Architekturgalerie e.V.