10 Statements

Oft Pragmatisch, gelegentlich radikal – aber immer echt.

Authentizität: das ist der Grund warum sich immer mehr Bauherrn mit besonderen Bauaufgaben bewusst für unser Architekturbüro entscheiden. Wir leben Leidenschaft, Überzeugungskraft und eine gute Intuition, um in den Gedanken frei und in der Umsetzung präzise zu bleiben. Denn so lernen wir an unseren Projekten. Auch durch scheinbar unüberwindbare Hindernisse, die wir als Ansporn für kreative Lösungen sehen.

Wir bauen nicht für uns. Wir bauen für Menschen, mit Menschen und für die Stadt.

Wir bauen für Menschen, mit Menschen und für die Stadt. Ressourcenschonend und den Blick auf den Wert für die Gemeinschaft gerichtet.

Unsere Gebäude sind nicht zwangsläufig Skulpturen in urbaner Bestlage. Vielmehr spürt man bei unseren Bauten die Faszination für die Stadt, den Raum, das Wohnen, für das „Alltägliche“. Diese Haltung ist prototypisch für die Arbeit von zillerplus. Wie gehen wir ressourcenschonend mit den letzten Grundstücken, dem letzten öffentlichen Freiraum, dem Lückenschluss im Stadtbild um? Welchen Wert kann eine städtische Restfläche als Gut für die Gemeinschaft haben? Wie wichtig ist das konzeptionelle Denken für die Stadtplanung? Und wie können wir die Städte und Gemeinden an diese Potenziale heranführen und ihre Akzeptanz fördern? Das alles sind Fragen, denen wir uns täglich stellen und gemeinsam mit unseren Bauherren beantworten. Wir entwickeln keine Wohnmaschinen, sondern Lebenskonzepte für Baugemeinschaften und Genossenschaften, mit Menschen für Menschen.

Wohnungsbau: Woher kommst Du? Wohin gehst Du?

Wie werden wir zukünftig wohnen? Flexibilität steht nicht nur für Barrierefreiheit, sondern auch für neue Typologien, Raumstrukturen und Quartiere.

„Das Wohnen dem gewohnten entreißen!“, forderte der Architekturkritiker Hanno Rauterberg anlässlich einer Laudatio in der Akademie der Künste in Berlin. Dem können wir uns nur anschließen, denn aktuell ist unsere Gesellschaft zeitlich dem Nomadentum noch immer näher als der Sesshaftigkeit. zillerplus möchte ein neues Denken im Wohnungsbau forcieren: wo werden wir zukünftig, zum Teil auch nur temporär, wohnen? Unser Büro möchte den Weg ebnen für flexible und neue Wohnformen. Flexibilität steht dabei nicht nur für Generationenwohnen, sondern für
Typologie, Raumstruktur und Quartierstruktur. Damit dies möglich wird, sind für die neuen Vermietungs- und Sharing-Strategien alternative Finanzierungs- und Fördermodelle zu entwickeln – zugunsten einer lebendigen Stadt für alle!

Zuhause! Hier wollen die Menschen leben, nicht nur wohnen.

Wie viel Wohnfläche für jeden ist angemessen? In der aktuellen Debatte um den Wohnungsbau in unserem Land werden die Größe der Wohnfläche nach einem starren Verteilerschlüssel oft mit Wohnqualität verwechselt. Anstatt gebaute Monotonie zu fördern, denken wir darüber nach, wie das Leben zurück in die Wohnungen kehrt und Emotionalität zurück in die Architektur – um mit dem Wohnen erneut soziales Miteinander zu schaffen.

Besser Wohnen in der Stadt.

Wo wollen wir wohnen? Aktuellen Studien zufolge nicht mehr im Einfamilienhaus auf dem Land. Die Menschen strömen in die Städte. Doch wie kann Urbanität mit all ihren Herausforderungen – hoher Einwohnerdichte, ausreichend Licht und Luft, der Wunsch nach Privatsphäre trotz stadträumlicher Enge und der nötige Lärm- und Schallschutz – nachhaltig lebenswert sein? Urbane Gebiete ermöglichen uns ein neues Nebeneinander von Wohnen und Arbeiten, Freizeit und Erholung. Zum neuen Stadt(er)leben gehören hybride Gebäude, Mischnutzungen aus Wohnen und Gewerbe, eine veränderte Belebung und Wahrnehmung der öffentlichen Räume oder neue und zukunftsfähige Mobilitätskonzepte. Denn muss in der Zukunft jede Wohnung in unseren vom Verkehr kollabierenden Städten einen eigenen Stellplatz haben?

Die Faszination des Vernakulären.

Das Alltägliche fasziniert uns. Pragmatisch, oft aus funktionalen Gründen entwickelt, inspiriert uns der gewachsene Kontext. Auch auf den zweiten Blick.

Anstelle intensiv die Wurzeln des Handelns zu reflektieren, lässt sich die Gesellschaft oft von der stetigen Suche nach Neuem, in Form und Materialität noch nie dagewesenen, leiten. zillerplus ist anders. Wir ziehen unsere Inspiration aus den traditionellen, oft aus pragmatischen und funktionalen Gründen und am Ort entwickelten, gewachsenen Agglomerationen. Deren Bauwerke zu transformieren, ihnen durch eine neue räumliche Struktur und Nutzung ein weiteres Leben zu ermöglichen, fordert uns. Denn die zentrale Frage ist: Wie reagiert Architektur angemessen auf den stadträumlichen Kontext einer teils über Jahrhunderte gewachsenen Bebauung? Und wo muss sich das Neue unterordnen; wo jedoch schafft es eine neue Identität und Mitte? Dabei ist die Verbindung von Natur und Technik kein Widerspruch für zillerplus, sondern im Idealfall Symbiose und sinnvolle Ergänzung.

Die Liebe auf den zweiten Blick ist tiefgründig und ehrlich.

Wir können uns für Dinge begeistern, die auf den ersten Blick „unsexy“ erscheinen: Ungünstige Grundstückszuschnitte, mittelmäßige Bestandsbauten oder hohe Anforderungen an Energieeffizienz oder Emissionsschutz. Die Herausforderung ist unser Antrieb. Und selbst in schwierigen Situationen finden sich Wege, den bestehenden Kontext zu begreifen und weiterzuentwickeln: Die passende Idee zur Umwidmung und Umnutzung verhilft einer abgeschriebenen Immobilie zu ihrem zweiten Leben. Wir alle tragen die gesellschaftliche Verantwortung für eine Zukunft mit Herausforderungen wie Ressourcenschutz und Bevölkerungswachstum, Landflucht oder Verstädterung.

Mehr Gutes und weniger Glamour.

Was nützt ikonographische Architektur, wenn sie Rahmen, Kontext, Kosten sprengt – um dann ungeliebt als Ruine zu enden? Für zillerplus liegt der Fokus auf guter Gestaltung, auf durchdachten Prozessen, Strukturen und baulicher Qualität. Denn die eigene Handschrift manifestiert sich nicht in Gestaltungsparadigmen, sondern in der bestmöglichen Umsetzung einer an uns gestellten Bauaufgabe. Dazu gehört es, die Positionen der anderen zu verstehen und die verschiedenen Aufgaben in der Rolle des Vermittlers, Beraters, Entwerfers, Planers, Psychologen zu lösen. Damit steht zillerplus für das große Ganze und die Zusammenarbeit auf Augenhöhe.